Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt: Nach wie vor kein Nachweis von hypervirulenten RHDV2-Stämmen in Deutschland!
(FLI) Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass in Deutschland die hypervirulenten, also besonders gefährlichen RHDV2 Varianten aus Frankreich bei Kaninchen oder Feldhasen verbreitet sind. Bei den vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Rahmen seiner Konsiliarlabor-Tätigkeit untersuchten RHDV-Proben, die aufgrund von Verdachtsfällen auf Impfdurchbrüche untersucht wurden, handelt es sich definitiv nicht um hypervirulente Varianten aus Frankreich und es besteht auch keine nähere Verwandtschaft zu diesen. Die bisher sequenzierten Erreger zeigen weder regionale Verwandtschaften untereinander noch unterscheiden sie sich überdurchschnittlich von Viren, die aus der Routinediagnostik in Deutschland in den letzten Jahren isoliert wurden. Trotzdem kursieren falsche oder unvollständige Informationen, die Bedenken schüren, dass die französischen Varianten bereits in Deutschland verbreitet sind. Das FLI betont, dass bisher kein Nachweis von hypervirulenten RHDV2-Stämmen in Deutschland geführt werden konnte.“
Deshalb gilt weiterhin folgende Empfehlung:
Die zugelassenen Impfstoffe bzw. die bewährte RHDV2-Immunisierung bietet besonders nach wiederholten Impfzyklen auch gegen die hypervirulenten Stämme eine gute und ausreichende Schutzwirkung.
Bei akuter Bedrohung durch eine mögliche zukünftige Ausbreitung der hypervirulenten RHDV2-Stämme bietet sich die effiziente Alternative, das Impfintervall weiter zu verkürzen und Tiere alle 6 Monate zu impfen. Dies wäre zumindest für die erste Auffrischungsimpfung bei Jungtieren dringend zu empfehlen, gegebenenfalls auch bei Vorerkrankungen und bei hoher Belastung der Tiere bzw. hohem Leistungslevel (Auffangstationen/Zucht).
Das komplette Statement finden Sie hier.
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