Zahnpflege bei Katzen

Die Zahngesundheit ist ein oft unterschätzter Faktor im Leben einer Katze. Zahnstein, Gingivitis und Parodontitis gehören zu den häufigsten Problemen im Kleintierbereich und können unbehandelt nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch zu systemischen Erkrankungen führen.

Regelmäßige Kontrolle und Pflege sind daher essenziell. Viele Tierärzt:innen empfehlen eine tägliche Reinigung der Zähne mit speziellen Katzenzahnbürsten und -pasten. Studien belegen, dass mechanisches Zähneputzen die effektivste Methode zur Plaque- und Zahnsteinprävention ist. Ergänzend können spezielle Diäten, Kausticks oder Zahnpflegegele eingesetzt werden, die enzymatisch wirken und die Bildung von Belägen reduzieren.

Anzeichen für Zahnprobleme sind Mundgeruch, verändertes Fressverhalten, Speicheln oder sichtbare Beläge. Bleiben diese Symptome unbeachtet, können chronische Entzündungen entstehen, die wiederum Herz, Nieren oder Leber belasten. Eine frühzeitige Diagnostik durch regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, inklusive professioneller Zahnreinigung unter Narkose, ist daher von hoher Bedeutung.

Wichtig ist auch die Gewöhnung junger Katzen an die Zahnpflege. Frühzeitiges Training steigert die Akzeptanz und erleichtert die tägliche Prophylaxe erheblich. Aversive Methoden, d.h. Methoden gegen den Willen des Tieres, sollten vermieden werden, da sie Stress erzeugen und die Kooperationsbereitschaft mindern.

Zahnpflege ist somit kein optionaler Luxus, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge. Sie verbessert nicht nur die Lebensqualität, sondern trägt auch maßgeblich zur Verlängerung der Lebenserwartung von Katzen bei.